Valentinstag – Alternativen: Ideen für valentinstagsboykottierende Pärchen in Berlin

Zugegeben – es nervt! Seit Wochen kommt man in Berlin an keinem Blumengeschäft mehr vorbei, ohne eindringlich darauf hingewiesen zu werden, dass am Donnerstag, dem 14. Februar 2013, wieder Valentinstag ist. Fernseh- und Radiosender, Konditoreien und selbst Modegeschäfte kennen kein anderes Thema mehr.

Mal ganz davon abgesehen, dass für glückliche Liebespärchen doch jeder Tag etwas Besonderes sein sollte und diese als individuellen Pärchen-Feiertage ja auch noch ihr Kennenlern- oder das Erste-Kuss-Jubiläum haben, hängt dem 14. Februar inzwischen unverkennbar der Gestank des Kommerzes an. Aus diesem Grund boykottieren mittlerweile nicht mehr nur Singles den Valentinstag, sondern auch immer mehr Pärchen. Doch man kann auch etwas Sinnvolleres tun als sich gegenseitig nichts zu schenken. Wir haben einige Ideen, die besser sind als ein kompletter Valentinstagsboykott, und geben alternative Tipps für einen sozialverträglichen Valentinstag in Berlin – einen Tag der (Nächsten-) Liebe ohne die ganze “Kommerz-Kacke”, der dennoch auch ein wenig romantisch sein darf.

Berlin etwas Gutes tun…

Statt die kenianische Blumenmafia zu unterstützen und dadurch Kinderarbeit, Klimaerwärmung und das Erkranken der kenianischen Feldarbeiterinnen durch unkontrollierte Pestizidaussetzung zu fördern, könnten Paare selbst die Schippe in die Hand nehmen und Berlin begrünen. Klar ist das beim derzeit leicht gefrorenen Boden etwas schwierig; doch für den Anfang würde es ja auch eine gemeinsam gepflanzte Blumenknolle in einem Blumentopf tun, die dann gemeinsam gehegt und gepflegt und im Frühjahr zusammen ausgesetzt werden kann. Es gibt bereits einige Guerilla-Gärtner-Organisationen in Berlin, aber letztendlich kann jeder selbst etwas zu mehr Grün in der Stadt beitragen. Vor allem Berlin-Mitte würde sicher von ein paar Blumen hier und da zwischen grauem Plattenbau profitieren…

Tierliebhaber wiederum könnten soziales Engagement beweisen, indem sie den ganzen Tag lang oder auch nur für ein paar Stunden zusammen im Berliner Tierheim in Berlin-Hohenschönhausen aushelfen. Und wer gerne schon mal das “Elternsein” ausprobieren möchte, kann sich möglicherweise sogar für einen Freiwilligenjob als “Päppeleltern” anmelden und ein Hunde- oder Katzenbaby in Pflege nehmen ( – nähere Infos dazu im PDF-Dokument des Tierschutzvereins Berlin). Infos zu weiteren möglichen Freiwilligenaufgaben im Tierheim Berlin sowie zur Anmeldung dafür sind auf der Webseite des Berliner Tierschutzvereins zu finden. Tierfreunde sollten aber bedenken, dass für die meisten Arbeiten vorherige Schulungen nötig sind.¹

Paare, die sich hingegen mehr auf Kulinarisches verstehen, aber am Valentinstag nicht das übliche romantische Candlelight-Kochen veranstalten möchten, können ihre Leidenschaft mit sozialem Engagement verbinden und in einem der vielen Berliner Seniorenhäuser gemeinsam mit älteren Menschen den Kochlöffel schwingen. So sucht beispielsweise die Albert Schweitzer Stiftung Wohnen & Betreuen² für ihr Haus Kaysersberg in der Buschallee in Berlin-Weißensee noch Freiwillige, die Lust haben, zusammen mit einer Seniorengruppe zu kochen, mit Vorliebe einfache Hausmannskost.³ Interessierte können sich unter der Telefonnummer 030 – 962 44 161 oder per E-Mail unter der Adresse ElkeFuhlrott@ass-berlin.org bei Frau Fuhlrott melden und um nähere Auskünfte bitten.

Quellen:
1) http://www.tierschutz-berlin.de
2) http://www.ass-berlin.org
3) http://www.ehrenamtlich.de/berlin (Abschnitt “Kochen mit Senioren”)

 

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