Extrem explosiv: Thomas Azier am 31.08.2013 beim Torstraßen Festival in Berlin

Eigentlich wurde Thomas Azier im White Trash, wo er am vergangenen Samstag, dem 31. August 2013, im Rahmen des Torstraßenfestivals auftrat, als Geheimtipp gehandelt. Doch tatsächlich waren zum Konzert in Berlin sogar Fans aus Weißrussland angereist, um den gebürtigen Niederländer eine knappe Stunde im Keller des White Trashs live erleben zu dürfen.

Plakat vom Torstraßen Festival Berlin © berlinfische.org

Plakat vom Torstraßen Festival Berlin © berlinfische.org

Man könnte sagen: Zu Recht! Denn was dieser Typ mit der schwarzen Lederjacke, der geradewegs einer Folge von “21 Jump Street” oder “Knight Rider” entsprungen zu sein scheint, da auf der Bühne zusammen mit seiner Band produziert, sind nicht nur irre Sounds, sondern auch eine extrem explosive und einmalige Show!

Für die großen Gesten des Thomas Aziers ist die Bühne im White Trash eigentlich viel zu klein: Dieser Mann braucht Platz – nicht nur für die vielen elektronischen Spielzeuge mit ihren bunt blinkenden Knöpfen und Schiebern, die die mitreißende Mischung aus 80er Jahre Synthie-Hymnen und verspieltem Dance-House-Techno-Nennen-Sie-es-wie-Sie-wollen erst möglich machen, sondern auch für seine dramatischen Moves. Weiterlesen

March Against Monsanto: Weltweiter Aktionstag und Demo für freies Saatgut am 25. Mai in Berlin

Es wird viel demonstriert in der deutschen Hauptstadt, aber selten für etwas, das uns alle angeht: Wer der weltweiten “March Against Monsanto”-Demo am kommenden Samstag, dem 25. Mai 2013, fernbleibt, willigt schweigend ein, dass der europäische Saatgutmarkt sehr bald von wenigen Monopolisten wie Monsanto, Syngenta und DuPont dominiert wird, dass die Sortenvielfalt dadurch weiter abnimmt und wir letztendlich qualitativ minderwertige Nahrungsmittel essen müssen.

Warum? Weil die Europäische Kommission vor Kurzem einen Vorschlag für eine Erneuerung der EU-Saatgut-Richtlinien¹ eingereicht hat, der, wenn er vom EU-Parlament und den EU-Staaten akzeptiert wird, den Handel mit regionalen Sorten und Bio-Saatgut kompliziert und unrentabel macht, was schwerwiegende Folgen für unsere Ernährung und somit auch Gesundheit haben dürfte. Weiterlesen

11.3.2013: Fukushima-Charity-Event im Badehaus Berlin mit Ryo Fujimoto

Ein kleiner Insidertipp für Fans von Electro- und Beatbox-Musik, die am Montag, dem 11. März 2013 noch nichts vorhaben: Im Berliner Badehaus Szimpla findet ab 21 Uhr ( = Einlass) die Party zum offiziellen Online-Release der EP “Berlin Winter” des Musikprojekts “HumanElectro” des japanischen Beatbox-Talents Ryo Fujimoto statt.

Das Gute daran ist aber nicht nur die Musik, von der sich auf Ryo Fujimotos Homepage jeder selbst überzeugen kann, sondern auch der Fakt, dass alle Downloadgewinne, Eintrittsgelder sowie sonstige Einnahmen dieses Abends für Fukushima-Charity-Projekte gespendet werden.¹ Weiterlesen

Valentinstag – Alternativen: Ideen für valentinstagsboykottierende Pärchen in Berlin

Zugegeben – es nervt! Seit Wochen kommt man in Berlin an keinem Blumengeschäft mehr vorbei, ohne eindringlich darauf hingewiesen zu werden, dass am Donnerstag, dem 14. Februar 2013, wieder Valentinstag ist. Fernseh- und Radiosender, Konditoreien und selbst Modegeschäfte kennen kein anderes Thema mehr.

Mal ganz davon abgesehen, dass für glückliche Liebespärchen doch jeder Tag etwas Besonderes sein sollte und diese als individuellen Pärchen-Feiertage ja auch noch ihr Kennenlern- oder das Erste-Kuss-Jubiläum haben, hängt dem 14. Februar inzwischen unverkennbar der Gestank des Kommerzes an. Aus diesem Grund boykottieren mittlerweile nicht mehr nur Singles den Valentinstag, sondern auch immer mehr Pärchen. Doch man kann auch etwas Sinnvolleres tun als sich gegenseitig nichts zu schenken. Wir haben einige Ideen, die besser sind als ein kompletter Valentinstagsboykott, und geben alternative Tipps für einen sozialverträglichen Valentinstag in Berlin – einen Tag der (Nächsten-) Liebe ohne die ganze “Kommerz-Kacke”, der dennoch auch ein wenig romantisch sein darf. Weiterlesen

Tadschikische Teestube Berlin: Neue Adresse, gewohnte Speisekarte

Letztes Jahr berichteten wir auf berlinfische.org über die Wiedereröffnung der Tadschikischen Teestube in der Oranienburger Straße. Inzwischen haben wir uns selbst ein Bild von der neuen Location im KunstHof machen können.

Neue Tadschikische Teestube © berlinfische.org

Neue Tadschikische Teestube © berlinfische.org

Nach der Schließung der Tadschikischen Teestube im Mai letzten Jahres brodelte die Gerüchteküche: Die Betreiber der Teestube hätten womöglich schon Pläne für eine Wiedereröffnung andernorts, aber eine genaue Adresse gäbe es noch nicht, und man dürfe das Inventar bei einem Umzug aller Voraussicht nach nicht mitnehmen. Denkmalschutz, ungeklärte Besitzrechte, und und und…¹ Seit November befindet sich die neue Tadschikische Teestube nun im KunstHof², unweit vom S-Bahnhof Oranienburger Straße entfernt, an der nordwestlichen Ecke des Monbijouparks in unmittelbarer Nähe zur Neuen Synagoge. Weiterlesen

Rainald Grebe Tour 2013: Solo in den Wühlmäusen in Berlin am 4., 5. und 6. Februar

“Ausverkauft” steht am 4.2.2013 auf dem Plakat, das die Eingangshalle des Berliner Kabarett-Theaters “Die Wühlmäuse” ziert und auf dem Rainald Grebe die Besucher nackt wie die Natur ihn schuf begrüßt. Die Bühne betritt er nach einer dramatischen Wiedergabe seiner ersten schmerzhaften Begegnung mit einem Schwan als 5-Jähriger dann aber doch bekleidet – zuerst mit rosa Häschenohren und danach in einem rosa Tutu. So kennen und lieben wir ihn, unseren f/Frechen(-)Raini.

Rainald Grebe am 04.02.2013 im Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse", Berlin © berlinfische.org

Rainald Grebe am 04.02.2013 im Kabarett-Theater “Die Wühlmäuse”, Berlin © berlinfische.org

Die Blöße gibt er sich tatsächlich nicht nur auf der Konzert-Ankündigung – nein, das ganze Programm dreht sich frei nach dem Motto “Ich spiel’ heut’ mein Leben nach” um Rainald Grebes Biographie: angefangen bei der Welt vor seiner Geburt, die sich zwischen Hornbrillen, falschem Kaviar und Moulinex abspielte, über die Erinnerungen an den elterlichen Hobbykeller – der “protestantischen Variante des Partykellers”, wie wir später von Rainald erfahren – bis hin zu seinen ersten Musizierversuchen, seiner ersten Band namens  Harakiri Eleison und schließlich auch den großen kommerziellen Erfolgen. Weiterlesen

Tadschikische Teestube: Wiedereröffnung am 24.11.2012 in der Oranienburger Straße

Bereits im September kündigte die Webseite der Tadschikischen Teestube www.tadshikische-teestube.de an, dass das Berliner Traditionscafé, welches sich zuvor fast 40 Jahre im Palais am Festungsgraben befunden hatte, bis es am 1. Mai dieses Jahres schließen musste, neu eröffnet werden würde: In der Oranienburger Straße sollte es ein neues Zuhause finden, doch der Eröffnungstermin verschob sich – erst auf Oktober und schließlich auf November.

Alte Tadschikische Teestube am Festungsgraben © Berlinfische.org

Alte Tadschikische Teestube am Festungsgraben © Berlinfische.org

Jetzt ist es allerdings wirklich so weit: Ab 24.11.2012 kann man in den neuen Räumen im KunstHof in der Oranienburger Straße 27 wieder internationale Teespezialitäten genießen und leckere Happen der russisch-tadschikischen Küche bestellen: Unvergessen die russische Teezeremonie oder der schmackhafte Borschtsch, und das alles barfuß und auf hübsch bestickten Kissen auf dem Boden sitzend. Weiterlesen

And You Will Know Us By The Trail Of Dead am 17. Oktober: Akustik-Konzert im FluxBau und live im Lido

„Pünktlich um 18 Uhr da sein“, hieß es in der Ankündigung zum Akustik-Konzert von Trail Of Dead am vergangen Mittwoch im FluxBau. Conrad Keely und Jason Reece gaben vorab ihres eigentlich angekündigten Konzerts im Lido am selben Abend vor eingefleischten Fans ein kurzes Akustik-Konzert.

Das mit der Pünktlichkeit war dann wohl aber doch nicht mehr so wichtig. Erst gegen 18:30 Uhr öffneten sich die Türen des hauseigenen Clubs des Berliner Radiosenders FluxFM. Im Keller des ehemaligen Fabrikgebäudes direkt an der Spree hingen über im Schummerlicht der vereinzelt auf alten Flaschen aufgesetzten Kerzen die Zeichnungen und Drucke von Conrad Keely – beeindruckende Zeichnungen von kuriosen Fluggeräten, Porträts von ansehnlichen Frauen und eben diesem Jungen, welcher schon auf den beiden vorangegangenen Alben „The Century of Self“ (2009) und „Tao Of The Dead“ (2011) zu sehen war. Weiterlesen

400. Konzert am 15.10.2012 in Berlin: Madsen schrieben Geschichte in der Columbiahalle

“Du bist die Perfektion” grölten die Fans beim Madsen-Konzert am Montag, dem 15.10.2012, in der Columbiahalle in Berlin lauthals mit, und perfekt trifft es wirklich: Von der Vorband Blackmail bis zur Zugabe war dieser Auftritt makellos, besser als gut, einfach groß!

“Madsen, 15.10., 19:30″ stand in großen Lettern auf der Leuchttafel über dem Eingang. Es war das erste Madsen-Konzert in der Columbiahalle, das 22. Berlin-Konzert der Band und das 400. Konzert ihrer Bandgeschichte – ja, Geschichte schrieben Madsen auch an diesem Abend wieder! Nicht ganz ausverkauft, aber gut gefüllt präsentierte sich der Konzertsaal am vergangenen Montag. Weiterlesen

FluxFM-Hörerkonzert und Ausstellung mit And You Will Know Us By The Trail Of Dead am 17. Oktober im Fluxbau

Die texanische Rockband And You Will Know Us By The Trail Of Dead (kurz: Trail Of Dead) veröffentlicht am 19. Oktober ihr 8. Studioalbum „Lost Songs“ und blickt auf mittlerweile 18 Jahre Bandgeschichte zurück. Am 17. Oktober gibt sie ein Konzert im Lido.

... And You Will Know Us By The Trail Of Dead

© FluxFM

Der kreative Kopf der Band Conrad Keely, welcher in den letzten Jahren vor allem durch seine mit Vorliebe mit Kugelschreiber gezeichneten Werke Bekanntheit erlangte, stellt auch in diesem Jahr in Berlin wieder einige seiner Kunstwerke aus. Im FluxBau – dem sogenannten “Vereinsheim” der Berliner Kreativszene – des Berliner Radiosenders FluxFM könnt ihr seine Werke einen Tag lang in der Ausstellung bestaunen und einzelne Kunstdrucke auch käuflich erwerben. Im Anschluss gibt es zur Einstimmung auf das Konzert am selben Abend im Lido eine kleine Akustiksession der Band. Weiterlesen