Mutti-unfreundliches Berlin: Junge Eltern brauchen keine Blumen, sondern…

Der Muttertag steht wieder einmal vor der Tür, und auch in Berlin bereiten sich Blumengeschäfte und Supermärkte darauf vor, indem sie ihre Vorräte an bunten Sträußen sowie Pralinen aufstocken. Doch was brauchen junge Berliner Mütter (und Väter) wirklich? Viel sinnvoller als Blumen und Schokolade wären doch…

…mehr Fahrstühle in U- und S-Bahnhöfen:
Auch Fahrrad- und Rollstuhlfahrer können davon ein Lied singen: Es gibt zu wenige Fahrstühle an Berliner U- und S-Bahnhöfen. Um mit einem Kinderwagen, Fahrrad oder Rollstuhl die öffentlichen Verkehrsmittel effizient nutzen zu können, sollte es möglich sein, den Bahnsteig ähnlich schnell zu erreichen wie ein Fußgänger. Aber Pustekuchen! Wer schon einmal probiert hat, am Kottbusser Tor vom Bahnsteig der U8 oder U1 zum Ausgang zu gelangen, weiß, dass das selbst zu Zeiten abseits des Berufsverkehrs manchmal locker eine Viertelstunde dauern kann. Weiterlesen

Mall Of Shame: Demo gegen Ausbeutung rumänischer Mall-of-Berlin-Arbeiter am 6.12.2014

Flugblatt der FAU

Flugblatt der FAU

Die neu eröffnete Mall of Berlin am Leipziger Platz 12 – auch LP12 genannt – ist nicht nur ein weiteres, völlig überflüssiges Einkaufszentrum, nein, sie ist auch ein trauriges Aushängeschild für Migrantenausbeutung. Das machte jetzt die Freie ArbeiterInnen Union Berlin (FAU) bekannt.

Auf einem Flugblatt der Gewerkschaft werden rumänische Arbeiter, die für fünf bis sechs Euro Stundenlohn zehn Stunden am Tag am Bau der Mall of Berlin mitwirkten¹, zitiert, welche schwere Vorwürfe gegen den Bauherren des Shoppingcenters, die Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH, sowie die für Fettchenhauer arbeitenden Subunternehmen Metatec-Fundus GmbH & Co. KG und openmallmaster GmbH erheben. Ebenjene Subunternehmen sollen Arbeiter aus Rumänien, die kaum Deutsch sprechen, konsequent ausgebeutet haben. Nicht nur, dass sie sie um einen Teil des vereinbarten Lohns prellten, nein, sie verweigerten den Arbeitern auch schriftliche Arbeitsverträge, drohten ihnen Gewalt an und beschäftigten sie unter sklavereiähnlichen Zuständen Weiterlesen

March Against Monsanto: Demo gegen US-amerikanischen Giftmischer-Konzern in Berlin am 24.5.2014

March Against Monsanto Demo Berlin 2014 © Berlinfische.org

March Against Monsanto Demo Berlin 2014 © Berlinfische.org

Dieses Wochenende stand deutschlandweit ganz im Zeichen der Europawahl 2014, doch bevor die Berliner am Sonntag ihre Stimme bei der Wahl des Europäischen Parlaments abgeben und über die zukünftige Nutzung des Tempelhofer Feldes entscheiden konnten, haben etliche das sonnige Wetter genutzt, um am Samstag, dem 24. Mai 2014, ab 14 Uhr gegen den US-amerikanischen Saatgut- sowie Schädlings- und Unkrautvernichtungshersteller Monsanto zu demonstrieren.

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Die Demo startete am Neptunbrunnen (Alexanderplatz), verlief am Hackeschen Markt vorbei über die Oranienburger Straße und Friedrichstraße zum Brandenburger Tor, wo auf dem Pariser Platz vor der US-amerikanischen Botschaft eine Kundgebung stattfand, auf der auch eine Protestorganisatorin aus Mexiko sprach und der Berliner Rapper Ganesch seinen Anti-Monsanto-Song “Ich weiß zu viel” performte¹. Danach setzte sich der Protestzug am Berliner Reichstagstagsgebäude vorbei und über die Straße des 17. Juni zurück zur anderen Seite des Brandenburger Tors fort und endete dort auf dem Platz des 18. März.

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Mit Bitcoins bezahlen in Berlin: Diese Läden akzeptieren den Bitcoin.

Bitcoin-Leuchtreklame im Fenster des Room 77 in Berlin-Kreuzberg © Berlinfische.org

Bitcoin-Leuchtreklame im Fenster des Room 77 in Berlin-Kreuzberg © Berlinfische.org

Die digitale Währung Bitcoin wird immer beliebter, und wo in Deutschland akzeptieren die Geschäfte wohl zuerst die neue Alternativwährung, wenn nicht in Berlin?

Tatsächlich trägt der Graefekiez in Kreuzberg neuerdings den Spitznamen “Bitcoinkiez”, und ebendort gibt es seit gut einer Woche auch den ersten Berliner Bitcoin-Automaten − in der Burger-Bar Room 77 in der Graefestraße 77. Zeit, uns zu fragen, wo man mittlerweile in Berlin schon mit Bitcoins bezahlen kann und wie der Bezahlvorgang genau funktioniert…

Eine Adresse haben wir bereits genannt: Das Room 77 ist absoluter Vorreiter in Sachen “Bitcoin alltagstauglich machen”. Schon im Vorbeigehen fällt das große Bitcoin-Leuchtsymbol auf, und drinnen kann man tatsächlich alles, was auf der Speisekarte des Burger-Lokals steht, mit der neuen elektronischen Währung bezahlen − und das, wie uns ein Angestellter verriet, bereits seit 2011. Weiterlesen

March Against Monsanto: Weltweiter Aktionstag und Demo für freies Saatgut am 25. Mai in Berlin

Es wird viel demonstriert in der deutschen Hauptstadt, aber selten für etwas, das uns alle angeht: Wer der weltweiten “March Against Monsanto”-Demo am kommenden Samstag, dem 25. Mai 2013, fernbleibt, willigt schweigend ein, dass der europäische Saatgutmarkt sehr bald von wenigen Monopolisten wie Monsanto, Syngenta und DuPont dominiert wird, dass die Sortenvielfalt dadurch weiter abnimmt und wir letztendlich qualitativ minderwertige Nahrungsmittel essen müssen.

Warum? Weil die Europäische Kommission vor Kurzem einen Vorschlag für eine Erneuerung der EU-Saatgut-Richtlinien¹ eingereicht hat, der, wenn er vom EU-Parlament und den EU-Staaten akzeptiert wird, den Handel mit regionalen Sorten und Bio-Saatgut kompliziert und unrentabel macht, was schwerwiegende Folgen für unsere Ernährung und somit auch Gesundheit haben dürfte. Weiterlesen

Tadschikische Teestube Berlin: Neue Adresse, gewohnte Speisekarte

Letztes Jahr berichteten wir auf berlinfische.org über die Wiedereröffnung der Tadschikischen Teestube in der Oranienburger Straße. Inzwischen haben wir uns selbst ein Bild von der neuen Location im KunstHof machen können.

Neue Tadschikische Teestube © berlinfische.org

Neue Tadschikische Teestube © berlinfische.org

Nach der Schließung der Tadschikischen Teestube im Mai letzten Jahres brodelte die Gerüchteküche: Die Betreiber der Teestube hätten womöglich schon Pläne für eine Wiedereröffnung andernorts, aber eine genaue Adresse gäbe es noch nicht, und man dürfe das Inventar bei einem Umzug aller Voraussicht nach nicht mitnehmen. Denkmalschutz, ungeklärte Besitzrechte, und und und…¹ Seit November befindet sich die neue Tadschikische Teestube nun im KunstHof², unweit vom S-Bahnhof Oranienburger Straße entfernt, an der nordwestlichen Ecke des Monbijouparks in unmittelbarer Nähe zur Neuen Synagoge. Weiterlesen

Tadschikische Teestube: Wiedereröffnung am 24.11.2012 in der Oranienburger Straße

Bereits im September kündigte die Webseite der Tadschikischen Teestube www.tadshikische-teestube.de an, dass das Berliner Traditionscafé, welches sich zuvor fast 40 Jahre im Palais am Festungsgraben befunden hatte, bis es am 1. Mai dieses Jahres schließen musste, neu eröffnet werden würde: In der Oranienburger Straße sollte es ein neues Zuhause finden, doch der Eröffnungstermin verschob sich – erst auf Oktober und schließlich auf November.

Alte Tadschikische Teestube am Festungsgraben © Berlinfische.org

Alte Tadschikische Teestube am Festungsgraben © Berlinfische.org

Jetzt ist es allerdings wirklich so weit: Ab 24.11.2012 kann man in den neuen Räumen im KunstHof in der Oranienburger Straße 27 wieder internationale Teespezialitäten genießen und leckere Happen der russisch-tadschikischen Küche bestellen: Unvergessen die russische Teezeremonie oder der schmackhafte Borschtsch, und das alles barfuß und auf hübsch bestickten Kissen auf dem Boden sitzend. Weiterlesen