Rainald Grebe im Admiralspalast: Notdurft hat frei zu sein!

Noch bis zum 30.12. ruft Rainald Grebe im Admiralspalast die “Berliner Republik” aus. Sein neues Programm bewegt sich gezielt zwischen Politik- und Alltagssatire und ist dabei mal beißend scharf, mal nachdenklich und still, dann wieder übertrieben platt oder einfach nur komplett durchgeknallt – kurz: genau so, wie seine Fans ihren Raini lieben. Wir waren gestern, am 18.12.2013, beim zweiten von insgesamt 12 Auftritten in Berlin, dabei und verraten hier, was euch im Admiralspalast erwartet.

Rainald Grebe im Admiralspalast © Berlinfische.org

Rainald Grebe im Admiralspalast © Berlinfische.org

Rainald Grebe im Admiralspalast © Berlinfische.org

Rainald Grebe im Admiralspalast © Berlinfische.org

Schon die Videoausschnitte, die dem Zuschauer bereits vor dem Rainald-Grebe-Konzert präsentiert werden, lassen ihn erahnen, was da an diesem Abend auf ihn zukommen wird. Eine Kamera dokumentiert die letzten Minuten vor dem Auftritt hinter der Bühne, und auch während der Show werden immer wieder Backstageszenen eingeblendet, welche den thematischen Rahmen der Show abstecken: Da geht es um Zweitjobs als notwendiges Übel der heutigen Zeit, verkörpert durch eine der vier Bläserinnen, welche während der Show immer wieder von der Bühne stürzt, um Ruhe in ihr Kinderhotel im Backstage-Bereich zu bringen; da geht es um die Inflation der Nahrungsmittelpreise, die Martin Brauer dazu zwingt, sich selbst und seine Familie nur noch von Hermann-Hefeteig zu ernähren; und da geht es um den gläsernen Menschen, dargestellt von Rainald Grebe höchstpersönlich, welcher sich in Nahaufnahme während der Massage und beim Sex mit einem Groupie aufzeichnen lässt.

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Extrem explosiv: Thomas Azier am 31.08.2013 beim Torstraßen Festival in Berlin

Eigentlich wurde Thomas Azier im White Trash, wo er am vergangenen Samstag, dem 31. August 2013, im Rahmen des Torstraßenfestivals auftrat, als Geheimtipp gehandelt. Doch tatsächlich waren zum Konzert in Berlin sogar Fans aus Weißrussland angereist, um den gebürtigen Niederländer eine knappe Stunde im Keller des White Trashs live erleben zu dürfen.

Plakat vom Torstraßen Festival Berlin © berlinfische.org

Plakat vom Torstraßen Festival Berlin © berlinfische.org

Man könnte sagen: Zu Recht! Denn was dieser Typ mit der schwarzen Lederjacke, der geradewegs einer Folge von “21 Jump Street” oder “Knight Rider” entsprungen zu sein scheint, da auf der Bühne zusammen mit seiner Band produziert, sind nicht nur irre Sounds, sondern auch eine extrem explosive und einmalige Show!

Für die großen Gesten des Thomas Aziers ist die Bühne im White Trash eigentlich viel zu klein: Dieser Mann braucht Platz – nicht nur für die vielen elektronischen Spielzeuge mit ihren bunt blinkenden Knöpfen und Schiebern, die die mitreißende Mischung aus 80er Jahre Synthie-Hymnen und verspieltem Dance-House-Techno-Nennen-Sie-es-wie-Sie-wollen erst möglich machen, sondern auch für seine dramatischen Moves. Weiterlesen

Rainald Grebe Tour 2013: Solo in den Wühlmäusen in Berlin am 4., 5. und 6. Februar

“Ausverkauft” steht am 4.2.2013 auf dem Plakat, das die Eingangshalle des Berliner Kabarett-Theaters “Die Wühlmäuse” ziert und auf dem Rainald Grebe die Besucher nackt wie die Natur ihn schuf begrüßt. Die Bühne betritt er nach einer dramatischen Wiedergabe seiner ersten schmerzhaften Begegnung mit einem Schwan als 5-Jähriger dann aber doch bekleidet – zuerst mit rosa Häschenohren und danach in einem rosa Tutu. So kennen und lieben wir ihn, unseren f/Frechen(-)Raini.

Rainald Grebe am 04.02.2013 im Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse", Berlin © berlinfische.org

Rainald Grebe am 04.02.2013 im Kabarett-Theater “Die Wühlmäuse”, Berlin © berlinfische.org

Die Blöße gibt er sich tatsächlich nicht nur auf der Konzert-Ankündigung – nein, das ganze Programm dreht sich frei nach dem Motto “Ich spiel’ heut’ mein Leben nach” um Rainald Grebes Biographie: angefangen bei der Welt vor seiner Geburt, die sich zwischen Hornbrillen, falschem Kaviar und Moulinex abspielte, über die Erinnerungen an den elterlichen Hobbykeller – der “protestantischen Variante des Partykellers”, wie wir später von Rainald erfahren – bis hin zu seinen ersten Musizierversuchen, seiner ersten Band namens  Harakiri Eleison und schließlich auch den großen kommerziellen Erfolgen. Weiterlesen

And You Will Know Us By The Trail Of Dead am 17. Oktober: Akustik-Konzert im FluxBau und live im Lido

„Pünktlich um 18 Uhr da sein“, hieß es in der Ankündigung zum Akustik-Konzert von Trail Of Dead am vergangen Mittwoch im FluxBau. Conrad Keely und Jason Reece gaben vorab ihres eigentlich angekündigten Konzerts im Lido am selben Abend vor eingefleischten Fans ein kurzes Akustik-Konzert.

Das mit der Pünktlichkeit war dann wohl aber doch nicht mehr so wichtig. Erst gegen 18:30 Uhr öffneten sich die Türen des hauseigenen Clubs des Berliner Radiosenders FluxFM. Im Keller des ehemaligen Fabrikgebäudes direkt an der Spree hingen über im Schummerlicht der vereinzelt auf alten Flaschen aufgesetzten Kerzen die Zeichnungen und Drucke von Conrad Keely – beeindruckende Zeichnungen von kuriosen Fluggeräten, Porträts von ansehnlichen Frauen und eben diesem Jungen, welcher schon auf den beiden vorangegangenen Alben „The Century of Self“ (2009) und „Tao Of The Dead“ (2011) zu sehen war. Weiterlesen

400. Konzert am 15.10.2012 in Berlin: Madsen schrieben Geschichte in der Columbiahalle

“Du bist die Perfektion” grölten die Fans beim Madsen-Konzert am Montag, dem 15.10.2012, in der Columbiahalle in Berlin lauthals mit, und perfekt trifft es wirklich: Von der Vorband Blackmail bis zur Zugabe war dieser Auftritt makellos, besser als gut, einfach groß!

“Madsen, 15.10., 19:30″ stand in großen Lettern auf der Leuchttafel über dem Eingang. Es war das erste Madsen-Konzert in der Columbiahalle, das 22. Berlin-Konzert der Band und das 400. Konzert ihrer Bandgeschichte – ja, Geschichte schrieben Madsen auch an diesem Abend wieder! Nicht ganz ausverkauft, aber gut gefüllt präsentierte sich der Konzertsaal am vergangenen Montag. Weiterlesen

Mehr Pop als Rock: The Cranberries am 8.10.2012 in der Berliner Max-Schmeling-Halle

Erst sollte es am 25.6.2012 in der Zitadelle Spandau stattfinden, dann wurde es aus privaten, nicht näher bezeichneten Gründen auf den 1. November in die Max-Schmeling-Halle verlegt und fand dort letztlich aber doch schon am 8. Oktober statt: das erste und gleichzeitig vorletzte Deutschland-Konzert der Cranberries auf ihrer diesjährigen Tour.

Dolores O'Riordan (The Cranberries) - Berlin, 8.10.2012 © berlinfische.org

Dolores O’Riordan (The Cranberries) – Berlin, 8.10.2012 © berlinfische.org

Ganz brav in Reih und Glied standen die Fans der irischen Rockband am vergangenen Montag, dem 8.10.2012, vor dem linken Eingang der Berliner Max-Schmeling-Halle. Nur etwa ein Dutzend anderer Fans wartete vor dem rechten Eingang – und hatte Glück, denn kurz nach 18:30 Uhr wurden beide Eingänge gleichzeitig geöffnet, so dass die Wartenden aus der linken Schlange schließlich ebenfalls zum rechten Eingang stürmten. Weiterlesen

24.9.2012: BERLIN LIVE mit Calexico, Get Well Soon und Anna Ternheim

Wer sich vorher per E-Mail angemeldet und eine Bestätigung erhalten hatte, landete automatisch auf der Gästeliste des dritten BERLIN-LIVE-Konzerts dieses Jahres und konnte sich am Abend des 24. September im TRAFO auf Livemusik von Calexico, Get Well Soon und Anna Ternheim freuen.

Calexico @ BERLIN LIVE 2012 © Berlinfische.org

Calexico @ BERLIN LIVE 2012 © Berlinfische.org

Gegen 19 Uhr trudelten die ersten Konzertgänger vor dem TRAFO in der Köpenicker Straße ein. Wer früh da war, wurde zwar während des Wartens von einem heimtückischen Regenschauer durchnässt, konnte sich aber seines Stehplatzes innerhalb des Bühnenbereichs sicher sein. Weiterlesen

4.9.2012: Dog Eat Dog mischten den Magnet Club auf

Es war eine 90er-Party der besonderen Art, als am Dienstag, dem 4. September 2012, Dog Eat Dog und Punishable Act im Berliner Magnet Club zu Gast waren, denn statt Boygroups, Techno und Britpop gab’s Old-School-Hardcore und -Crossover zum Mitgrölen und Mitmoshen.

John "J.C." Connor © Berlinfische.org

John “J.C.” Connor © Berlinfische.org

Die Lautstärke im Magnet war wie immer auf dem äußersten Anschlag. Wer keine Ohrstöpsel mithatte, war aufgeschmissen; wer Old-School-Punk nichts abgewinnen konnte, ebenfalls – denn auf der Bühne des erst 20011 eröffneten Rockschuppens standen an diesem Abend zwei Urgesteine der 90er Jahre Alternative-Rock-Szene: Das Vorprogramm bestritten Punishable Act, eine Berliner Hardcore-Formation, die im kommenden Jahr ihr 20-jähriges2 Bühnenjubiläum feiert und sich musikalisch jeglichen New-School-Trends verweigert: “Simply hardcore, strict and straight!”2 Weiterlesen